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Die Heilige Barbara

Es war zur zeit der Christenverfolgung im vierten Jahrhundert

Barbara Tochter eines heidnischen Kaufmanns aus Nikodemien östlich von Istanbul nutzte eine längere Abwesenheit ihres Vaters um sich gegen seinen Willen taufen zu lassen. Auch die Androhung von Folter und Tod änderte ihren Sinn nicht. Ihr Vater brachte sie vor Gericht. Auf dem Weg in den Kerker, so die sage, verfing sich ein Kirschzweig in Barbaras Kleid. Sie tränkte ihn aus ihrem Becher und brachte ihn im tiefsten Winter, kurz vor ihrem Tod, zum Blühen. Barbara starb 306 als Märtyrerin.

In der katholischen Kirche wird sie als Patronen der Bergleute, Glockengießer, Bauarbeiter und Kanoniere verehrt und bei Gewittern und Fieber gegen Test und jeden Tod als Helferin in der Not gerufen.

 

Barbarazweige

 

Es ist ein Ritual.

 

Am 4. Dezember geht mein Liebster in den Garten und Schneidezweige vom Kirschbaum. Die sind der Jahreszeit entsprechend kahl, manchmal sogar gefroren. Ich lege sie 24 Stunden in lauwarmes Wasser und stelle sie dann in eine Vase. Es ist immer wieder ein kleines Wunder. Die Zweige schlagen aus. Plätzchen schieben sich ans Licht, Knospen sprießen. An Weihnachten, manchmal schon vorher, blühen sie auf.

Ich liebe diesen Brauch. Blütenzweige im Zimmer während der dunkelsten Jahreszeit vertreiben den Winter Blues und lassen den ersehnten Frühling ahnen.

 

Und sie heißen wie ich: Barbara

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